#20 Heilt die Zeit Wunden nach der Trennung?

Shownotes

«Die Zeit heilt alle Wunden.» Das ist eine Volks- und Binsenwahrheit, die nach einer Trennung gern zum Trost gereicht wird. Eine allerdings, der mittlerweile fast ebenso häufig widersprochen wird. Sollten wir nach der Trennung also erst einmal abwarten und Zeit vergehen lassen? Oder genau nicht und möglichst schnell sehr aktiv werden? Auch wenn du – zu Recht – deine Zweifel an dem Sprichwort hast, stellst du vielleicht fest, dass es dir einige Monate nach der Trennung schon anders oder gar besser geht als am Anfang, als der Schmerz dich fast zerrissen hat.

Du ahnst also: Die Antwort ist komplexer. Und ich finde auch: spannender. In dieser Folge spreche ich darüber, was mit uns geschieht und was am Werk ist, wenn wir aus dem akuten Schock herausfinden. Vor allem aber geht es um die Phase, die oft dann beginnt, wenn «das Schlimmste vorbei» ist. Wenn wir wieder überleben können – und sich das neue Leben trotzdem fremd und leer anfühlt und weiterhin schmerzt. Genau dort wird es heikel, wenn wir uns ein neues «Normal» schaffen. Welchen Wert hat Zeit jetzt? Und welches Risiko bringt sie nun mit sich?

Ich spreche darüber, dass es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen – aber dass es darauf ankommt, wofür. Wo Zeit definitiv aufhört, uns gutzutun. Und warum wir selbst an diesem Punkt oft nur einen kleinen Schritt davon entfernt sind, eine neue, heilsame Richtung einzuschlagen.

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Kommentare (1)

Christina S.

Wieder eine so einfühlsame und differenzierte Sicht auf das, was nach einer schmerzhaften Trennung geschieht. Der Podcast hat mich so wohltuend und beruhigend über das letzte schwierige Jahr begleitet. Jetzt freue ich mich auf die persönliche Begleitung. Es fühlt sich für mich nach dem richtigen Zeitpunkt an, besonders auch im Kontext mit dieser letzten (wieder so treffenden und schönen) Folge.

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